Max-Eyth-See

Liebe Förderer, Unterstützer, Partner und Freunde,

ich habe in Freising studiert und in München gewohnt. Wenn man auf eine Prüfung lernen musste, hat man sich aufs Fahrrad gesetzt, ist irgendwelche 15 Minuten geradelt und war an einem Baggersee mit smaragdgrünem Wasser… Was hab ich die Bayern dafür beneidet! Wir hatten nur den Max-Eyth-See und der war eigentlich dem Tode geweiht. Das hat mich wirklich fertig gemacht. Bis ich zufällig 2007 von einem Mitarbeiter erfahren habe, dass sich neben dem „Maxe" eine ungenutzte Frischwasserquelle befindet. Dann wurde ich aktiv, habe gewirbelt, habe Mitstreiter zusammengetrommelt - und dann haben wir uns an die Rettung des Sees gemacht. Unsere Frischwasserleitung ist seine Dialyse und Infusion zugleich. Abgesehen von einem größeren Fischsterben vor einigen Jahren, dessen Gründe mittlerweile bekannt sind und wir seither wieder viel mehr Frischwasser in den See einleiten, hat er sich durch unsere Maßnahmen stabilisiert. Er ist immer noch kein smaragdgrüner Badesee, aber sein Zustand bessert sich zusehends. Danke an alle, die mitgeholfen haben und danke an alle, die möglicherweise unsere neuen großen Pläne am See unterstützen!

Meilensteine von 2008 bis heute

Werfen Sie einen Blick auf unseren Projektbericht, in dem wir die Meilensteine von 2008 bis heute präsentieren.
Wow – was wir gemeinsam alles erreicht haben!

2007 – PROBLEM ERKANNT
Stark produktives, übermäßig nährstoffreiches Stillgewässer. Starke Algenentwicklung, geringe Sichttiefe und zu wenig sauberes Grundwasser – der Max-Eyth-See droht zu kippen.

2008 – RETTUNG GESTARTET
Bau der ersten Wasserleitung. Sauberes Grundwasser wird in den Max-Eyth-See geleitet – zunächst rund 7 Liter pro Sekunde während der Sommermonate.

2010 – FRISCHWASSERZUFUHR OPTIMIERT
Die Wasserleitung wird verlängert und die Frischwasserzufuhr weiter verbessert.

2011/2012 – DER GROSSE SANIERUNGSSCHRITT
Der Max-Eyth-See wird vom Neckar abgetrennt. Eine Sedimentkonditionierung reduziert die Nährstoffrücklösung vom Seegrund. Bis zu 40 Liter Frischwasser pro Sekunde können in den See fließen.

2015 – ERSTE DEUTLICHE ERFOLGE
Stellenweise wird eine bis zu 30 % bessere Wasserqualität festgestellt. Sichttiefe und Unterwasservegetation entwickeln sich positiv.

2016–2019 – PFLEGEN & NACHSTEUERN
Weitere Maßnahmen zur Stabilisierung des Ökosystems: Nährstofffällung, Renaturierungszone, Überprüfung der Schleuse und Mahd von Wasserpflanzen.

2019 – RÜCKSCHLAG: FISCHSTERBEN
Eine Kombination verschiedener Faktoren führt zu einem massiven Sauerstoffabfall und Fischsterben. Als Sofortmaßnahmen werden unter anderem Belüftung, Umwälzung und die maximale Quellwasserzufuhr eingesetzt.

2020 – SCHUTZMASSNAHMEN AUSGEBAUT
Eine neue Wasserableitung ermöglicht eine erhöhte Frischwasserzufuhr. Mobile Belüfter stehen für Notfälle bereit und regelmäßige Fischbestandserhebungen beginnen.

SEIT 2021 – DER SEE WIRD KONTINUIERLICH ÜBERWACHT
Drei Onlinemessgeräte erfassen alle 15 Minuten Sauerstoff, pH-Wert, Temperatur und Trübung.

2022–2024 – MONITORING & WEITERE VERBESSERUNG
Jährliches Monitoring, regelmäßige Algen- und Wasseranalysen sowie weitere Maßnahmen zur Überwachung und Verbesserung der Gewässerqualität.

HEUTE – VOM RETTEN ZUM ERHALTEN
Der See hat sich durch die Maßnahmen stabilisiert – die Arbeit geht weiter. Neue Maßnahmen zur Wasserreinigung und zur langfristigen Entwicklung des Max-Eyth-Sees werden verfolgt.

2026 – DIE HERAUSFORDERUNGEN VERÄNDERN SICH. UNSER ENGAGEMENT BLEIBT.
Nicht nur die Wasserqualität, sondern auch der Erhalt und die Sauberkeit des gesamten Areals stehen im Fokus.

GEMEINSAM FÜR DEN ERHALT UNSERES KLEINODS.

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