STREETCAMP Freu(n)de erleben

Gemeinsam mit der Eva Stuttgart und dank der großzügigen Unterstützung von Weihnachtsmann & Co. schenken wir wohnungs- und obdachlosen Menschen eine Auszeit vom Alltag – mit gutem Essen, echter Begegnung und jeder Menge Herzlichkeit.
Von Projektbeginn 2022 bis 2024 waren wir im großen Saal der Eva Wärmestube zu Hause.
Seit 2025 dürfen wir in einer neuen Location stattfinden: im großen Saal der CVJM Stuttgart, der noch mehr Gästen Platz bietet.
Programm:
- Moderation & Unterhaltung von Christoph Sonntag
- Pro Veranstaltung ein neuer Gastkünstler (Tobias Gnacke, Bernd Kohlhepp, David Berlinghoff, und viele mehr!)
- Live-Musik von den "Golden Legends" Cherry Gehring & Berti Kiolbassa
- Hochwertiges Abendmenü in festlicher Atmosphäre
Ein Abend, der verbindet – auf Augenhöhe, voller Wärme, Wertschätzung und ganz viel Freude, Lachen, Tanzen & Feiern!
„Freu(n)de erleben“ ist Teil unseres Großprojekts STREETCAMP, das durch die Förderung der Deutschen Postcode Lotterie ermöglicht wird. Sie macht es möglich, wohnungs- und obdachlosen Menschen echte Teilhabe, Wertschätzung und neue Perspektiven zu schenken und das in einem großen, nachhaltig wirksamen Rahmen. Danke ! #postcodeeffekt
Hintergrund
Obdachlose, wohnungslose und armutsbetroffene Menschen sind im Alltag häufig weitgehend von kulturellen Angeboten ausgeschlossen. Der Zugang zu Formaten, die über den Grundbedarf und die Grundsicherung hinausgehen- etwa Feste, Konzerte, Kabarett- oder Theaterabende- setzt in der Regel finanzielle Mittel voraus, über die diese Personengruppe nicht verfügt.
In Baden-Württemberg waren im Jahr 2024 rund 92.700 Menschen wohnungslos. Stand Anfang 2025 lag diese Zahl bei etwa 94.600 Personen (Der Paritätische, 2025). Damit gehört Baden-Württemberg zu den drei Bundesländern mit den höchsten absoluten Zahlen. Bundesweit erreichte die Wohnungslosigkeit 2024 mit über einer Million Betroffener einen Höchststand (BAG Wohnungslosenhilfe, 2024). Diese Entwicklung betrifft auch die Projektstandorte wie Stuttgart, Karlsruhe und Rottweil unmittelbar.
Für Menschen in Wohnungslosigkeit oder prekären Lebenssituationen bestehen mehrere Barrieren, die eine kulturelle Teilhabe verhindern. Erstens fehlen die finanziellen Mittel für Eintrittspreise und Anfahrt. Zweitens sind viele Kulturorte nicht auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe ausgerichtet — es fehlt an niedrigschwelligen Formaten ohne Konsumzwang. Drittens wirken Scham und soziale Isolation als unsichtbare Zugangsbarrieren, da öffentliche Kulturveranstaltungen oft als Räume wahrgenommen werden, in denen Armut sichtbar wird. Wohnungslose Menschen sind in unterschiedlicher Ausprägung sozial isoliert und erfahren Stigmatisierung und Diskriminierung im öffentlichen Raum (Deutsches Institut für Menschenrechte, 2020). Studien zur Lebenslage armutsbetroffener Menschen zeigen, dass Ausgaben für soziale und kulturelle Teilhabe bei einkommensarmen Haushalten deutlich geringer ausfallen als im Bevölkerungsdurchschnitt (Becker, 2015).






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